Solar-Ratgeber

Wissen rund um Photovoltaik in der Schweiz

Fundierte Ratgeber-Artikel zu den wichtigsten Fragen rund um Solaranlagen, Kosten, Speicher, Eigenverbrauch und Fördergelder.

Kurz gesagt: Unser Solar-Ratgeber beantwortet die fünf wichtigsten Fragen rund um Photovoltaik in der Schweiz: Was kostet eine Solaranlage 2026? Eigenverbrauch oder Einspeisung? Wann lohnt sich ein Speicher? Welche Fördergelder gibt es? Und wie schnell amortisiert sich die Investition?

Solaranlage Kosten 2026 — Was Sie wirklich bezahlen

Die Kosten einer Solaranlage sind in den letzten Jahren deutlich gesunken — aber sie variieren stark nach Anlagengrösse, Modultyp und Region. Für ein Einfamilienhaus mit einer 10-kWp-Anlage rechnen Sie 2026 mit CHF 18'000.— bis CHF 28'000.— vor Förderung. Monokristalline Module mit 400 bis 450 Wp kosten CHF 250.— bis CHF 400.— pro Stück, während bifaziale Hochleistungsmodule mit 500 Wp+ teurer sind, aber auch höhere Erträge liefern. Der Wechselrichter schlägt mit CHF 2'000.— bis CHF 4'500.— zu Buche, wobei ein Hybrid-Wechselrichter für die spätere Nachrüstung eines Batteriespeichers empfehlenswert ist. Die Montagekosten hängen vom Dachtyp ab: Aufdach-Montage auf einem Schrägdach ist günstiger als Indach-Lösungen, die die Dacheindeckung ersetzen. Regional liegen die Preise in Zürich und Genf rund 15 bis 20 % über dem Schweizer Durchschnitt, während das Mittelland und die Ostschweiz günstigere Konditionen bieten. Unser Tipp: Holen Sie immer mindestens 3 Offerten ein und achten Sie auf eine detaillierte Aufschlüsselung aller Kostenposten.

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Eigenverbrauch vs. Einspeisung — Was lohnt sich mehr?

In der Schweiz kostet der Strombezug aus dem Netz CHF 0.20 bis CHF 0.35 pro Kilowattstunde, während die Rückspeisevergütung nur CHF 0.04 bis CHF 0.12 beträgt. Das bedeutet: Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie selbst verbrauchen, spart Ihnen das Drei- bis Fünffache dessen, was die Einspeisung einbringt. Der typische Eigenverbrauchsanteil einer Solaranlage ohne Speicher liegt bei 25 bis 35 Prozent — mit einem Batteriespeicher steigt er auf 60 bis 80 Prozent. Die intelligente Kopplung mit einer Wärmepumpe, einem Elektrofahrzeug oder einer gesteuerten Warmwasseraufbereitung maximiert den Eigenverbrauch weiter. Für Mehrfamilienhäuser bietet der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) eine besonders attraktive Option: Der Solarstrom wird direkt an die Mietparteien verkauft — zu einem Preis, der für beide Seiten vorteilhaft ist. Die Faustregel lautet: Je höher der Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die Anlage und desto höher ist die Gesamtrendite über die Lebensdauer.

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Solarspeicher — Wann lohnt sich ein Batteriespeicher?

Ein Batteriespeicher kostet 2026 in der Schweiz zwischen CHF 4'500.— (5 kWh) und CHF 20'000.— (15 kWh). Die Frage, ob sich ein Speicher lohnt, hängt vom Eigenverbrauchsprofil ab: Wenn Sie tagsüber viel Strom verbrauchen (Homeoffice, Wärmepumpe), ist der Mehrwert eines Speichers geringer. Wenn Sie abends und nachts den meisten Strom benötigen, steigert ein Speicher den Eigenverbrauch von 30 auf 70 Prozent und spart Ihnen jährlich CHF 500.— bis CHF 1'200.—. Lithium-Eisenphosphat-Speicher (LFP) bieten 6'000 bis 10'000 Lade-/Entladezyklen — das entspricht einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Mit sinkenden Speicherpreisen und steigenden Stromtarifen wird die Wirtschaftlichkeit jedes Jahr besser. Ein weiterer Vorteil: Notstromfähige Speicher versorgen Ihr Haus auch bei einem Netzausfall mit Strom — in der Schweiz zwar selten nötig, aber ein beruhigendes Sicherheitsnetz.

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Fördergelder nach Kanton — Wo gibt es wie viel?

Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes bildet die Basis der Schweizer Solarförderung: CHF 350.— Grundbeitrag plus CHF 320.— pro kWp für Anlagen bis 100 kWp. Für eine 10-kWp-Anlage ergibt das rund CHF 3'550.—. Darüber hinaus bieten zahlreiche Kantone eigene Förderprogramme an. Der Kanton Bern ist besonders grosszügig mit zusätzlich CHF 100.— bis CHF 200.— pro kWp. Thurgau fördert Batteriespeicher mit bis zu CHF 2'000.—. Basel-Stadt unterstützt ZEV-Projekte mit speziellen Beiträgen. Wichtig: Kantonale Förderprogramme haben oft begrenzte Budgets und werden nach dem Prinzip «Wer zuerst kommt, mahlt zuerst» vergeben. Neben direkten Förderbeiträgen profitieren Anlagenbesitzer von der steuerlichen Abzugsfähigkeit: Die Investitionskosten können als wertvermehrende Investition bei der Einkommenssteuer geltend gemacht werden. Informieren Sie sich frühzeitig auf energiefranken.ch über alle Programme in Ihrem Kanton.

Regionale Förderung im Detail

PV-Amortisation — Wann rechnet sich Ihre Solaranlage?

Die Amortisationsdauer einer Solaranlage in der Schweiz beträgt typischerweise 8 bis 12 Jahre — abhängig von Anlagengrösse, Eigenverbrauchsanteil und Strompreisentwicklung. Ein konkretes Beispiel: Eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher kostet netto CHF 23'400.— (nach Abzug der Einmalvergütung). Bei einem jährlichen Ertrag von 10'000 kWh, einem Eigenverbrauchsanteil von 70 Prozent und einem Strompreis von CHF 0.28/kWh ergibt sich eine jährliche Ersparnis von rund CHF 2'800.—. Die Anlage amortisiert sich somit in etwa 8 bis 9 Jahren. Nach der Amortisation produziert die Anlage weitere 17 bis 22 Jahre nahezu kostenlosen Strom — der Gesamtnutzen über die Lebensdauer beträgt CHF 50'000.— bis CHF 70'000.—. Wichtig: Die Amortisation verbessert sich bei steigenden Strompreisen automatisch, da der Wert des selbst produzierten Stroms steigt.

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