Die Schweiz fördert Solaranlagen auf drei Ebenen: Bund, Kanton und Gemeinde. Je nach Standort können Sie CHF 3'500.— bis CHF 10'000.— an Förderbeiträgen erhalten. Wir zeigen, welche Programme existieren und wie Sie das Maximum herausholen.
Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes bringt rund CHF 3'550.— für eine 10-kWp-Anlage. Dazu kommen kantonale Programme (CHF 500.— bis CHF 3'000.—) und steuerliche Abzüge (CHF 3'000.— bis CHF 8'000.—). Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Informieren Sie sich auf energiefranken.ch und holen Sie Offerten von Solarfirmen ein, die den Förderprozess kennen.
Die Einmalvergütung ist das Rückgrat der Schweizer Solarförderung und steht allen Anlagenbesitzern zu. Sie beträgt CHF 350.— Grundbeitrag plus CHF 320.— pro kWp für Anlagen bis 100 kWp. Für eine typische 10-kWp-Anlage ergibt das CHF 3'550.—. Ab 100 kWp sinkt der Leistungsbeitrag auf CHF 300.— pro kWp, und für Grossanlagen über 1 MWp gibt es spezielle Tarife. Die EIV wird über Pronovo AG abgewickelt: Registrierung vor Baubeginn, Fertigstellungsmeldung nach Inbetriebnahme, Auszahlung innerhalb von 3 bis 6 Monaten. Seit dem Wegfall der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) für Neuanlagen ist die EIV das zentrale Förderinstrument des Bundes. Die Fördersätze werden periodisch angepasst — die hier genannten Werte gelten für 2026. Prüfen Sie die aktuellen Tarife auf pronovo.ch.
Zahlreiche Kantone ergänzen die EIV des Bundes mit eigenen Förderprogrammen im Rahmen des Harmonisierten Fördermodells der Kantone (HFM). Der Kanton Bern ist besonders grosszügig: CHF 100.— bis CHF 200.— zusätzlich pro kWp für PV-Anlagen, was bei einer 10-kWp-Anlage CHF 1'000.— bis CHF 2'000.— ausmacht. Thurgau fördert Batteriespeicher mit bis zu CHF 2'000.— — eine Seltenheit in der Schweiz. Basel-Stadt unterstützt ZEV-Projekte (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) mit speziellen Beiträgen und bietet zusätzliche Prämien für Indach-Anlagen. Zürich fokussiert auf Grossanlagen und innovative Projekte. Luzern, St. Gallen und Aargau bieten moderate Zusatzförderungen von CHF 50.— bis CHF 150.— pro kWp. Wichtig: Die kantonalen Budgets sind begrenzt und werden nach dem Prinzip «Wer zuerst kommt, mahlt zuerst» vergeben. Stellen Sie den Antrag also frühzeitig.
Neben Bund und Kanton fördern auch viele Gemeinden und regionale Energieversorgungsunternehmen (EVU) die Solarenergie. Städte wie Zürich (EWZ), Basel (IWB), Bern (BKW-Region) und Winterthur (Stadtwerk) bieten Zusatzbeiträge von CHF 200.— bis CHF 1'500.— für PV-Anlagen oder Speicher. Einige EVU zahlen auch erhöhte Rückspeisevergütungen für lokal produzierten Solarstrom. Die Förderlandschaft ist fragmentiert und ändert sich laufend — die beste Übersicht bietet energiefranken.ch, wo Sie alle verfügbaren Programme für Ihre Postleitzahl finden. Einige Gemeinden kombinieren die Solarförderung mit Programmen für energetische Gebäudesanierung: Wenn Sie gleichzeitig das Dach sanieren und eine PV-Anlage installieren, können zusätzliche Beiträge aus dem kantonalen Gebäudeprogramm fliessen. Lassen Sie sich von erfahrenen Solarfirmen beraten, die mit den lokalen Förderprogrammen vertraut sind.
Die steuerliche Absetzbarkeit ist der grösste Förderhebel nach der EIV — und wird von vielen Anlagenbesitzern unterschätzt. In der Schweiz gelten die Investitionskosten einer Solaranlage als wertvermehrende Investition und können bei der Einkommenssteuer abgezogen werden. Das gilt für die Bundessteuer, die Kantonssteuer und die Gemeindesteuer. Bei Gesamtkosten von CHF 20'000.— (nach Abzug EIV) und einem Grenzsteuersatz von 25 % sparen Sie CHF 5'000.— an Steuern. Bei hohen Investitionen (z. B. PV plus Speicher für CHF 30'000.—+) kann es sinnvoll sein, die Zahlungen auf zwei Steuerjahre aufzuteilen, um die Progression besser zu nutzen. Klären Sie die Aufteilung mit Ihrem Steuerberater. Auch die laufenden Unterhaltskosten (Reinigung, Versicherung, Wechselrichter-Ersatz) sind als Liegenschaftsunterhalt steuerlich absetzbar. Vergleichen Sie die Kosten und Fördermöglichkeiten in unserer Übersicht.
Der optimale Ablauf für maximale Förderung: Erstens, informieren Sie sich auf energiefranken.ch über alle Programme in Ihrer Gemeinde und Ihrem Kanton. Zweitens, stellen Sie den kantonalen Förderantrag vor Baubeginn — viele Programme verlangen dies explizit. Drittens, registrieren Sie die Anlage bei Pronovo AG vor der Installation. Viertens, holen Sie mindestens 3 Offerten von geprüften Solarfirmen ein. Fünftens, reichen Sie nach Inbetriebnahme die Fertigstellungsmeldung bei Pronovo ein und die Schlussabrechnung beim Kanton. Sechstens, machen Sie die Investitionskosten in Ihrer Steuererklärung geltend. Ein erfahrener Solarinstallateur kennt den Förderdschungel und übernimmt die Anmeldung bei Pronovo sowie die kantonalen Formalitäten. Rechnen Sie alle Förderbeiträge zusammen: EIV (CHF 3'550.—) plus kantonale Förderung (CHF 500.— bis CHF 2'000.—) plus Steuerersparnis (CHF 3'000.— bis CHF 8'000.—) ergeben eine Gesamtförderung von CHF 7'050.— bis CHF 13'550.—.